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Gewidmet der Malzkönigin und dem morgigen, geteiltem aber deswegen nicht halbierten Kopfschmerz

18.3.07 03:23


Iva Nova

Iva Nova formierten sich 2002 in St. Petersburg als Frauenband, die mit Händen und Füßen, Charme und allerhand Schlag- Zupf- und Schleuderinstrumenten Musik produziert, die als Folklore-Punk zu bezeichnen viel zu beschränkend wäre.

Hier sind fünf musikalische Herzen am Werk und wir durften sie gestern im Ost Klub schlagen hören. Und es wurde einiges geschlagen: Kuhglocken, Brustkörbe, Trommeln, Gongs und Dinge, deren Namen ich nicht einmal kenne. Die fünf Damen ließen sich nicht lumpen und gaben gute 90 Minuten lang derart Gas, dass die Bude ordentlich wackelte.
Es ist ihrem musikalischen Vermögen zu verdanken, dass der Wahnsinn, der sich auf der Bühne abspielte, einen säuberlichen Klangteppich abgab. Klar und deutlich zieht jedes Musikinstrument seine Linie, nehmen sich die Gitarren zugunsten der Rasseln der Sängerin zurück, werden von der Schlagzeugerin im Hintergrund mit leidenschaftlich geschlossenen Augen in stillen Momenten kleine Schläuche pfeifend um das Mikrofon geschleudert, ehe sie mit allem was sie hat ihre Basstrommeln bearbeitet, dazu russische Gesänge, deren Texte man zwar nicht versteht, aber irgendwie doch deren Bedeutung.





Schwer zu beschreiben, was genau die Wirkung ihrer Musik ausmacht, nicht zuletzt werden es die Musikerinnen selbst sein. Sie tragen irgendwie auch in Röcken Hosen. Und dennoch strahlen sie eine entzückende Weiblichkeit aus und packen unglaublich viel Gefühl und Lebensfreude in ihre Musik.
Und unter uns: Der Sex ist Fleisch geworden und spielt in dieser Band das Akkordeon. Mein Gott!
Manchmal traute man sich kaum, diese Frau anzuschauen und sie versucht durch das Aufreißen ihrer Sinnesorgane das gesamte Publikum zu verschlingen.
Ein großartiger sinnlich belebender Abend und das Rockigste, das ich jemals gehört habe.

Wer ein Konzert von Iva Nova verpasst, ist selbst schuld.



Iva Noca @ Myspace

YouTube
23.3.07 14:27


Luki im Tüwi

Da haben Iva Nova schon was vorgelegt für dieses Wochenende. Wintereinbruch und Regen konnten uns aber ebenfalls nicht davon abhalten am nächsten Abend ins Tüwi gepilgert. Grund dafür war das kleine Familientreffen der Jule mit ihrem Cosin Luki. Der war mit seiner Punkband angereist um die Wiener Ohren dröhnen zu lassen.

Und wie sichs für Punkbands gehört waren alle schon als wir eintrudelten an Promille reicher als an Instrumenten auf der Bühne. Es lies sich dann doch noch ein Schlagzeug und alle nötigen Kabel auftreiben und so konnte gespielt werden, bis Saiten rissen.
Alle Jule begleitenden Freunde fanden das Treffen mit Luki so entzückend, dass sie feierten, als ob man gerade das eigene Patenkind treffen würde.
Ein fröhlicher Abend, der sich nur im Nachhinein auch anders betrachten lässt: "Ich glaub ich hab gestern drei Bier zu viel getrunken..."
25.3.07 11:41


Jetzt ist sie weg

Jaja ...
.. Wenn sich eine Tür schließt öffnet sich irgendwo ein Fenster
... nicht traurig sein, dass es vorbei, sondern froh, dass es war
Aber traurig ist es schon. Wenn Sie weg ist. Man nur noch eine Hand aus einem blauen Umzugswagen winken sieht, und den Freunden "Pizza, schnell" zuruft, um nicht in Tränen auszubrechen (was eigentlich eh zu spät ist) ... und dann rauf geht, einen Sessel zum Tisch trägt, nur um festzustellen, dass er nicht mehr nötig ist, weil SIE nicht mehr da ist.
Dann bemerkt, dass der Pizzaschneider auch weg ist. Beim Bestellen zu perplex ist die eigene Nummer zu sagen, und eine "Vegetaria" mitbestellt nur der "alten Zeiten" Willen. (Die ".. " sind für dich, Toni)
Und dann in ihrem Zimmer die Fotos anschaut...
.. und wenn du nicht jetzt spätestens weinst vor Rührung, liebe Jule, dann kenn ich dich doch nicht soo gut.
30.3.07 22:47





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